DER SCHEMBS-TEMPEL
Von April 1936 bis Dezmber 2008 trotzte der Schembs-Tempel vielen
Einflüssen. An seiner Stelle wurde nun der "Neue Marientempel" gesetzt.
Benannt nach seinem Erbauer,
dem Architekten Carl Schembs, der auch für die Rekonstruktion des
"Mathildentempels" am Bordenberg in den 1930er Jahren verantwortlich
war, existierte der Tempel etwas über 70 Jahre. Von
seinem Bau im Jahre 1936 (Spatenstich März 1936 -
Gründonnerstag 1936 Einweihung) bis zu seinem Abriss im Jahr 2008
trotzte dieser Tempel nicht nur Wind und Wetter, sondern überstand
- wenn auch stark in Mitleidenschaft gezogen - die Zweckentfremdung während des Zweiten Weltkrieges (zugemauerter
Beobachtungsstand der Wehrmacht/ siehe Buch „Der Bismarckturm und
Waldpark Marienhöhe“) und auch den Vandalismus bis zu seinem
Abriss. Nach seiner Einweihung 1936 wurde er laut Zeitzeugen "Neuer
Marientempel" oder auch "Schutzhütte am Rabenstein" genannt. Nach
dem Zweiten Weltkrieg soll er erst offiziell den Namen "Carl
Schembs-Tempel" erhalten haben. Die Umgebung des Schembs-Tempels war in
den 1930er Jahren ein beliebtes Fotomotiv und war im Winter
Ausgangspunkt für eine Rodelbahn der Kinder, die vom Rest des
Rabensteins (Rest eines großen Felsens südlich des Tempels)
bis hinunter zur Straße "Auf der Marienhöhe" verlief. Der
ehemals auf einer quadratischen Grundfläche ruhende Tempel mit vier
Vierkantsäulen besaß zu seinen "besten Zeiten" eine massive
Eichenholzdecke und ein mit Schiefer gedecktes Dach, welches jedoch
über die Jahre durch Vandalismus sein schönes Aussehen
verlor. Ende der 1990er/ Anfang 2000er Jahre war die Dachkonstruktion
sehr in Mitleidenschaft gezogen. Über die Jahre hinweg war auch
die Eichenholzdecke mehrfach erneuert bzw. durch anderes Holz ersetzt
worden. Mehr Informationen im Buch "Der Bismarckturm und Waldpark
Marienhöhe". Infos dazu unter "Literatur" am linken Menürand.